Wieder mal eine tragische Fortsetzung behördlicher Unfähigkeit: Berhan I., der wohl vor einem Jahr einen wehrlosen Dachdecker in Hamburg wegen 20 Cent ermordete, hat - im wahrsten Sinne des Wortes - wieder zugeschlagen. Diesmal traf es seine Freundin, die mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus kam, mehrfach operiert werden muss.
Frage 1: Freundin? Wer läßt sich mit so einer Kreatur ein?
Schwer zu beantworten, ich tippe auf dummheitsinduzierte Affinität zu südeuropäischem Imponiergehabe, gepaart mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein, und hoffe, die bringen in der Klinik nicht nur ihre Knochen in Ordnung. Der Spruch "wer sich mit Kanacken einlässt, ist eben selbst schuld wenn er aufs Maul kriegt" geht zwar ein bißchen weit, aber nur, weil der Begriff "Kanacke" im allgemeinen Sprachgebrauch zu weit gefasst wird. Dazu unten mehr.
Frage 2: Warum läuft der 20-Cent-Killer überhaupt frei herum?
Dazu gibt es etliche Medienberichte - letztlich liegt es daran, daß die zuständigen Richter versagt haben (die eine schafft es nicht, binnen vier Tagen aus Spanien nach Hamburg zu kommen, die andere will ihren Urlaub nicht verschieben, der dritte fordert keinen Ersatz an), so dass der Prozess geplatzt war und Spacken-Berhan laufen gelassen werden musste.
Frage 3: Was ist ein Kanacke?
Zwar wird der Begriff "Kanacke" umgangssprachlich gern für fast jeden Ausländer gebraucht, vor allem wenn er süd-/südosteuropäisch aussieht, aber das ist natürlich purer Rassismus und undifferenzierte Abwertung. So etwas unterstütze ich nicht. Viele Ausländer haben sich gut integriert, sind freundlich und nett, sehen eben nur ein wenig anders aus. Ich habe einige solche Menschen in meinem Freundeskreis und würde sie nicht im Traum als "Kanacken" bezeichnen.
Kanacken sind für mich diejenigen Ausländer/Imigranten, die sich hier nicht ansatzweise benehmen können, sondern vielmehr ihr Gastrecht missbrauchen. Die sich aufführen, als wären sie hier die Herren im Land. Die mit Schlagringen, Schuss- und Stichwaffen in der Tasche durch die Gegend ziehen und ihre Emotionen nicht in den Griff kriegen. Die sich einen Dreck um deutsche Kultur, deutsche Gesellschaft, deutsche Gesetze scheren und ganze Stadtteile terrorisieren.
Kanacken sind solche Untermenschen wie Berhan I., lebensunwertes Gesocks, über die man früher vielleicht gesgat hätte, eine Cyclon-B-Kartusche sei noch zu wertvoll. Verbrecher, die dazu verurteilt gehören, ihre Freiheitsstrafen in ihren Herkunftsländern abzusitzen, unter den dort üblichen Haftbedingungen.
Aber wen wundert's?
Die Strafen, die von deutschen Gerichten verhängt werden, sind meist lächerlich gering. Prozesse platzen, weil die deutsche Justiz sich zu blöd anstellt. Und über allem schweben die rot-rot-grünen Multi-Kulti-Fanatiker, denen die Gesellschaft nicht bunt genug durchmischt sein kann, in trauter Einigkeit mit den selbstgestrickten Sozialpäderastenagogen, die für alles irgendwie Verständnis haben, auf dass bloß niemand zu hart angefasst werde - er könnte ja leiden, und das gehört nunmal zur Opferrolle, nicht zu der des Täters.
Ein Land, in dem kriminelle Ausländer (um nicht wieder Kanacken zu sagen) verhätschelt werden und sich über eine unfähige Justiz lustig machen, so ein Land hat selber schuld. Es steurt sehenden Auges in den Bürgerkrieg, denn auf Dauer wird man sich das alles nicht bieten lassen.
Dienstag, 6. Juli 2010
Kanackenplage - wen wundert's?
Donnerstag, 1. Juli 2010
Dummheit als persönliches Unglück
Heute in der MOPO: "Wie Manuela zum 2. Mal Opfer wurde".
Eine junge sportliche Jura-Studentin hat einen Unfall in einem Fahrgeschäft auf dem Hamburger Dom und erhält nach jahrelangem Kampf 500.000 Euro von der Versicherung. Abzüglich einiger Kosten, die seit dem Unfall bereits angefallen waren (Reha, Gutachten, etc.) bleiben 400.000 Euro übrig. Davon will Manuela sich ein schickes Häuschen bauen. Soweit, so gut.
Dann aber lernt sie einen "Baubetreuer" kennen (was auch immer das genau sein mag), der ihr eine sagenhafte Geldvermehrung verspricht: wenn er 100.000 Euro von ihr "zu seinem Geld dazulegen" würde, könnte sie in wenigen Monaten 25.000 Euro Zinsen bekommen.
Nun sollte man ja meinen, so eine (ehemalige) Jurastudentin hat schon mal was von Ede Zimmermann und seinen Neppern, Schleppern, Bauernfängern gehört und wird stutzig, wenn da jemand 25% Zinsen in nur wenigen Monaten verspricht. Manuela nicht. Sie gibt ihm das Geld - und ist es los.
Nun ist Manuela stolze Besitzerin eines Rohbaus in bester Lage. Leider fand die Familie wegen der beiden Labradors nur eine teure Unterkunft in Damp/Ostsee für 1.800 Euro im Monat.
Der oben erwähnte MOPO-Artikel beginnt mit den Worten "Wieviel Unglück kann ein Mensch haben?" und ist insgesamt so aufgemacht, daß die Tränendrüse ordentlich gekitzelt wird. Ja, auch mir tut das Mädel leid - sie ist körperlich durch einen üblen Unfall schwer geschädigt und Geld hat sie jetzt auch keines mehr.
Aber als "Unglück" würde ich nur den Unfall bezeichnen - alles, was danach kam - das Geld einem fadenscheinigen Betrüger in die Hand zu geben, die danach verbliebenen Restkröten in eine überteuerte Unterkunft zu stecken, statt die seine Köter zu verkaufen - das alles ist kein "Unglück". Das ist schlicht dumm.
Obwohl - Dummheit ist ja auch eine Form des persönlichen Unglücks...
Montag, 28. Juni 2010
Deutschland - Argentinien
Nach diesem Sonntag ist klar, was längst alle wussten: Deutschland wird am kommenden Wochenende gegen Argentinien auflaufen.
Mein Tipp: 4:4
Vier Fehlentscheidungen und vier Karten (gelb, rot, grün, egal).
Wer das Spiel gewinnt? Keine Ahnung.
Freitag, 18. Juni 2010
Hochmut kommt vor dem Fall(rückzieher)...
Wie war die Welt doch klar nach dem Spiel am Sonntag - das 4:0 gegen Australien wurde gefeiert, als sei unserer Mannschaft der Titel gar nicht mehr zu nehmen. Kollegen, mit denen ich sprach, waren sicher, daß Deutschland nur noch gewinnen kann. Dementsprechend waren auch die Tips für das Serbienspiel: drei zu null war da noch das Harmloseste.
Naja, nun wissen wir's - wir können auch verlieren. Auch wir können einer wildgewordenen Pfeife zum Opfer fallen. Australien war vielleicht doch nicht das Maß aller Dinge.
Hoffen wir, daß es gegen Ghana besser läuft - sonst war's das wohl...
Dienstag, 15. Juni 2010
Google's Grenzen. Oder: Warum Recherchen wieder länger dauern
Es gab eine Zeit, da war Informationsbeschaffung ein mühsames Geschäft. Regalweise mussten Bücher und Zeitschriften gewälzt werden, riesige Indexe verrieten einem wenigstens, wo etwas stehen könnte (ob es dann wirklich zum Thema passte, war wiederum Glückssache).
Ein Kollege berichtete zum Beispiel aus seiner Studienzeit (Mitte der 80er war das), wie er für eine Hausarbeit in die Uni-Bibliothek ging, bewaffnet mit einem Block, einem Kuli und einer Kopierkarte. Dann suchte er in Kommentaren und Mikrofilm-Verzeichnissen nach Fundstellen zu einem juristischen Problem, schrieb fein säuberlich Titel, Jahrgang und Seite oder Entscheidungsindex ab oder was auch immer er für Angaben hatte, um den gewünschten Artikel, BGH-Beschluss, oder was auch immer es war, zu finden. Mit vielleicht 20 solcher Datensätze machte er sich dann auf, suchte die jeweiligen Quellen aus riesigen, hallenfüllenden Regalen heraus und schaute sich die Texte an. Ein Drittel der Fundstellen, so schätzt er, passte nicht wirklich zu seinem Problem und ein weiteres Viertel war bereits überholt und bestenfalls noch am Rande hilfreich.
Da sich aus Fundstellen im ersten Durchgang gerne weitere Quellenangaben herauslesen liessen, wiederholte sich das Ganze meist so über drei, vier Iterationen, bis er genug Material für eine schicke Hausarbeit beisammen hatte. So verging dann ein ganzes Wochenende für eine Zivilrechts-Hausarbeit, aber insgesamt, so meint er, hätte es sich trotz aller Mühen doch gelohnt.
Wieviel einfacher ist die Welt doch heute: Google aufrufen, ein oder zwei Stichworte eingeben, und prompt ist der ganze Schirm voll mit zielführenden Hinweisen, wo man denn Antworten auf seine Fragen findet. Vor ein paar Jahren zaghaft begonnen erlebte diese Art der Recherche einen derartigen Boom, daß "googeln" inzwischen offiziell als neues Verb in die deutsche Sprache aufgenommen worden ist.
Über die Qualität der jeweils gefundenen Links sagt das leider nicht viel aus. Das Konzept von Google, einerseits die Zahl der Verweise auf eine Quelle auszuwerten (je mehr Leute auf eine Seite verweisen, umso interessanter muss sie ja wohl sein), und andererseits die Klicks auf den Google-Link zu dieser Seite zu zählen (je häufiger dieses Such-Ergebnis auch tatsächlich aufgerufen wird, umso wichtiger muss es wohl sein) nähert sich seinen Grenzen.
Heute ist es bereits so, daß ein erheblicher Teil der Links zu irgendwelchen Forumsbeiträgen aus den Jahren 2002 bis 2008 führt, die oft genug auch noch ungehört verhallten. Wenn es aber z.B. um aktuelle Fragen aus dem Computerbereich geht, hilft es mir wenig, zu erfahren, wie das Problem unter Windows-ME zu lösen war. Der Hohn schlechthin sind dabei natürlich Forums-Diskussionen, in denen der Frager in geradezu unverschämt aggressivem Tonfall belehrt wird, er möge doch gefälligst Google befragen, bevor er das Forum mit einer solch dämlichen Frage verschmutzt...
Nun ja, ich glaube, die Zeiten wandeln sich mal wieder. Entweder findet Google einen Algorithmus, der auch das Alter der Fundstellen mit berücksichtigt, oder die Recherchen funktionieren auch im Internet wieder genau so, wie weiland in der guten alten Uni-Bibliothek. Ich bin mal gespannt.
Freitag, 11. Juni 2010
Prominenten in den Mund geschoben...
Eine Rubrik im "stern" - simple Fotos, neu vertont, mit witzigem Ergebnis.
Gibt's auch als Situationskomik:
Auf die Gefahr hin, daß ich mich damit für eine gepflegte Steinigung bewerbe: ich wollte mal den Google-Chrome ausprobieren. Natürlich (vorsichtshalber) auf meiner Surfmaschine, die keinerlei persönliche Daten enthält. Also Google aufgerufen, zum Chrome navigiert und die Linux-Version für Debian/Ubuntu geladen. Alles voll unspektakulär.
Lustig dann in diesem Zusammenhang die Titelzeile vom Firefox:
Mittwoch, 9. Juni 2010
Wenn's schnell geht - macht nix...!
Nach längerer Zeit habe ich mir wieder mal ein Linux-System aufgesetzt. Die Maschine dafür ist nicht mehr die jüngste, Pentium-Single-Core mit 2 GHz, 768 MB RAM, On-Board-Grafik. Alles in allem nichts dolles also. Aber zum surfen sollte es reichen, und immerhin ist ein DVD-Brenner mit drin.
Also flugs mal OpenSUSE runtergeladen, ISO-Image auf 'ne DVD gebeamt und losinstalliert. Gefühlte dreiundsiebzig Fragen beantwortet, und dann war es auch schon so weit: mein neues System erwachte zum Leben. Toll.
Aber: schnarchend lahm kam es daher. Die Anzeige leicht unscharf, der Bildschirmaufbau fast zeilenweise, jeder Start eines Programmes geeignet, mal eben zwischendurch "Ben Hur" zu schauen. Hab 'ne Weile an den Einstellungen rumgefummelt und wenigstens die Anzeige etwas schärfer bekommen (andere Schriftart und anderer Mauszeiger - kein Erfolg im technischen Sinne, aber für die Augen allemal besser...). Nach zwei Tagen habe ich entnervt aufgegeben.
Nächster Versuch. Ubuntu-Image runtergeladen, gebrannt, Installation gestartet. Gefühlt zwei Fragen beantwortet und gespannt abgewartet, was wohl diesmal passiert. Nach einer Viertelstunde erschien auf dem Schirm so eine Meldung wie "aufgepasst, gleich ist es soweit!", während der Fortschrittsbalken noch immer unter 50% stand. Fängt ja gut an...
Irgendwann war die Kiste dann aber fertig, flugs noch ein Neustart, und schon lag der bekannt unspektakuläre Ubuntu-Desktop vor mir. Hmmm, mal vorsichtig Firefox gestartet - PLING - da isser schon. Das ging jetzt schnell. Und, Moment mal, das Bild ist ja auch gestochen scharf. Cool. Mal schauen, was mit YouTube ist. Okay, kein Flash, kein Film - aber das Angebot, fehlende Plug-In's mal eben nachzuladen. Automatische Suche funktioniert, Installation ebenfalls, drei Minuten später flimmert das erste Filmchen über'n Schirm. Geil.
Was mich ein wenig irritiert ist folgendes: immer so nach 5 Minuten etwa kachelt der X-Server ab und behauptet - nachdem er alle ihm bekannten Grafikmodi ausprobiert hat - er könne keinen Modus finden, der zu meinem Monitor passt. Danach kann ich mich dann immerhin noch am Terminal anmelden und einen gepflegten Reboot veranlassen - für die nächsten fünf Minuten. Habe den Monitor gewechselt (ohne Ergebnis) und jetzt die On-Board-Grafik durch ein Stück handelsübliches ATI ersetzt, mal schauen, ob's hilft. Aber bei der Gelegenheit: GraKa eingebaut, eingeschaltet, löppt - so muss plug'n'play funzen!
Ich bin sicher, daß ich das Anzeigeproblem noch gefixt kriege und freue mich schon jetzt über ein beachtlich flinkes kleines Surf-Maschinchen...
(Nachtrag 6 Stunden später: mit der ATI-Wald-und-Wiesen-Graka statt On-Board-Grafik klappts jetzt auch ganz reibungslos - Jubel...)
Montag, 7. Juni 2010
Ärztliche Arroganz (am Beispiel eines CIRS-Falles)
Ich lese ja hin und wieder mal diese Seite. Bin da iregdnwann mal drauf gestossen und finde den CIRS-Ansatz an sich sehr gut.
Nun wird hier jedoch ein Incident beschrieben, der sich in einfachem Rettungsassistentendeutsch ungefähr so liest:
"Patient, Anfang 50, hat hyperventiliert (was er auch kennt), nach Rückatmung ist alles gut, Notarzt soll abbestellt werden. Da der Notarzt aber just eintrifft, schaut er sich den Patienten an, findet auch nichts weiter und läßt ihn da. Nachmittags geht der Patient zu seinem Hausarzt, wo er mit einem manifesten Herzinfarkt kollabiert und verstirbt."
Klar, ganz blöde Sache sowas. Natürlich fragt man sich sofort, ob morgens beim Rettungseinsatz vielleicht doch irgendwas übersehen wurde. Nochmal schnell nachgeschaut: AHA! Ein EKG wurde morgens nicht abgeleitet. Der Patient sei "grenzwertig tachycard" gewesen. Sonst alles "im Normbereich", aber genaue Werte kennt man nicht.
Mein RettAss-Gefühl sagt mir: vielleicht hätte man morgens was gefunden, den Patienten in die Klinik gebracht und ihm das Leben gerettet. Vielleicht aber auch nicht. Man weiß es nicht. Fakt ist aber: wenn ich schon einen Patienten zu Hause lasse, mache ich den Rundum-Check gründlich (und auch gründlich dokumentiert).
Und jetzt? Jetzt gehen im Anschluss an diese CIRS-Schilderung drei Kommentatoren auf den Incident ein, und alle drei stürzen sich erstmal auf die Frage, ob denn ein Rettungsassistent den Notarzt überhaupt abbestellen dürfe. Und alle drei kommen zu dem Schluss, dass ein RettAss den Notarzt *NICHT* abbestellen darf (bzw. es nicht dürfen sollte).
Die Begründung dafür ("Schließlich besteht ja ein Behandlungsvertrag mit dem Notarzt, sobald er gerufen wurde.") halte ich schon an sich für fragwürdig, aber egal, ob dem so sei oder nicht: im geschilderten Fall ist der Notarzt ja gerade *nicht* abbestellt worden sondern hat sich den Patienten selbst angeschaut. Trotzdem wurde nicht zu Ende untersucht (und so möglicherweise etwas Wichtiges übersehen).
Der Beitrag im CIRS ist also wieder einmal eines dieser Paradebeispiele für ärztliche Arroganz und Ignoranz gegenüber dem Rettungsdienstpersonal. Statt die Nachlässigkeit des eigenen Kollegen in aller Deutlichkeit herauszustellen, wird eine Frage diskutiert, die in diesem konkreten Fall nebensächlich ist (weil eben nicht zutreffend) und sogar angesichts einer klaren Aussage ("Der NA entschließt sich, die Patientin trotzdem anzuschauen") so getan, als wissen man ja gar nicht, ob der Notarzt sich den Patienten noch angeschaut hätte.
Widerlich.
Montag, 16. November 2009
Gestern Abend am Fenster...
Wohnblocksiedlungen haben ja manchmal auch ihre Vorteile. Zum Beispiel wenn einem langweilig ist und man ein wenig die Nachbarn beobachten kann. Vorweg: wenn es draußen dunkel ist und in einem Raum das Licht brennt, kann man von außen so ziemlich alles sehen, was drinnen passiert, ohne selbst gesehen zu werden. Außer, man knipst selbst auch das Licht an...
Die folgende Geschichte ist Wort für Wort wahr.
Gestern Abend also bekam ich zufällig mit, daß der Nachbar im Block gegenüber offenbar eine neue Freundin hat. Sehr süßes Ding, keine Frage. Netter Hintern und (wie ich später sehen durfte) auch Tangaträgerin, wie sich's gehört. ;-)
Die beiden haben in trauter Zweisamkeit das Bett hergerichtet (wobei ein zweiter Satz Kissen/Decke frisch bezogen wurde - hatte er seit ich gegenüber wohne noch nie gebraucht...) und ihre Klamotten für den nächsten Tag hübsch ordentlich bereitgelegt.
Für die folgenden Szenen muß man wissen, daß Zimmer und Bad nebeneinander liegen und ich beide Fenster gut einsehen kann - ich konnte also gleichzeitig sehen, wer was tut.
Zuerst ist sie ins Bad gegangen und er hat im Zimmer irgendwelche Papiere durchgesehen. Sie hat kurz geduscht (Nebenbei: die Reihenfolge, von innen nach außen betrachtet, Lichtquelle - Duschvorhang - Dusche - Milchglasfenster macht das Bild nur unwesentlich unscharf; nicht nur ihr Hintern ist hübsch geformt...) und dabei ihre Zähne geputzt, hat sich anschließend ihre Haare gebürstet, war kurz auf Klo und nach etwa 15 Minuten aus dem Badezimmer wieder raus.
Dann ist er ins Bad. Sie hat sich ganz offensichtlich auf das gefreut, was der Abend noch bringen sollte. Hat die Kissen schön gemütlich angeordnet, sich hingelegt, ist wieder aufgestanden. Hat das Licht ein wenig gedimmt (zum Glück nicht zu doll) und sich aufs Bett gesetzt. Verschiedene mehr oder weniger laszive Posen. Kissen und Bettdecken nochmal geprüft und umdrapiert. Probeliegen. Wieder aufstehen.
Mit der Zeit kam spürbar Langeweile auf (er seinerseits hat nicht geduscht, ehrlicherweise weiß ich gar nicht genau, was er die ganze Zeit im Bad getrieben hat - es sah aus, als würde er sich minutenlang im Spiegel betrachten...) und sie fing an, sich sein Bücherregal anzuschauen. Nahm hier oder da mal ein Buch heraus, blätterte, schob es wieder ins Regal, schaute weiter.
Irgendwann fiel ihr dabei eine Zeitschrift entgegen, die wohl quer über einigen Büchern lag, und die sie sich natürlich auch ansah. Ich kann nur vermuten, was das für ein Heft war, aber sie schien ganz und gar nicht amüsiert. Sie hat das Heft aufs Bett gelegt und fing an, sich wieder umzuziehen. Schlafanzug aus (deswegen weiß ich das mit dem Tanga...), Jeans und Pulli an, Klamotten eingepackt und gegangen.
Ich war ja schon schwer damit beschäftigt, mich auf dem Boden herumzuwälzen und auf den Tepich zu trommeln, aber das coolste: ER hat davon noch gar nichts mitbekommen! Inzwischen war er ja schon seit über 30 Minuten im Bad zugange und sie - einfach weg! Wie geil!
Tja, seine Übungsheftchen sollte man vielleicht doch besser verstecken. Sowas oder sowas ähnliches wird er sich wohl auch gedacht haben, als er irgendwann aus dem Bad kam und erkannte, was er gerade für ein Drama verpasst hat. Für mich hat sich die Stunde am Fenster jedenfalls gelohnt - langweilig war das nicht.
Freitag, 13. November 2009
Google-Maps-Paradoxone
Keine Ahnung, wahrscheinlich gibt's irgendwo schon feine Listen, aber den hier habe ich ganz allein und sehr zufällig entdeckt: Am Flughafen Frankfurt/Main startet eine Lufthansa-747 Richtung Ost-Nordost, und offenbar wurde sie mehrfach vom Satelliten erfasst (der Abstand zwischen drei startenden Maschinen wäre sonst zu eng).
Lustig: es sind drei Flugzeuge zu sehen, aber vier Flugzeug-Schatten:
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Deutscher Tolerantismus
Vor einem guten Dreivierteljahrhundert ließ sich das Deutsche Volk von einem geisteskranken Fanatiker dazu verleiten, Intoleranz als oberste Maxime anzuerkennen, als todbringendes Programm zu zelebrieren.
Nach dem bitteren Erwachen '45 erkannte man allmählich, wie groß die Schuld war, die man auf sich geladen hatte, und wie dringend nötig es sein würde, von der maximalen Intoleranz aus sich zum Gegenteil zu wenden.
Und weil nun das Deutsche Volk in seiner ureigensten Art stets bestrebt ist, die Dinge besonders gründlich zu tun, entwickelte sich eben nicht einfach nur ein tolerantes Volk, nein - die Deutschen gebaren den Tolerantismus.
Tolerantismus bedeutet, daß die eigenen Interessen nicht nur gleichwertig mit jenen der anderen gesehen werden, sondern daß die eigenen Interessen geradezu verleugnet werden, sobald sie jene anderer Völker oder Gemeinschaften einschränken könnten.
Im täglichen Leben bedeutet das, daß in einer deutschen Schule eher die Kruzifixe entfernt werden, weil sich Menschen nichtchristlichen Glaubens daran stören, als daß Kopftücher verboten würden.
Tolerantismus führt auch dazu, daß muslimische Schüler vor Gericht das Recht auf ihr Gebet auch während der Schulzeit erstreiten können, weil das Interesse des Deutschen Volkes nach Integration weniger zählt.
Von der Tatsache abgesehen, daß meines Erachtens Religion und Glaube sowieso nichts weiter tun, als diese Welt immerfort neu in Not und Elend zu stürzen, sehe ich die gleiche Gefahr beim Tolerantismus.
Tolerantismus ist auch eine Art von Fanatismus, eine Form der freiwilligen Einschränkung des eigenen Denkens und der eigenen Urteilsfähigkeit, eine Form der Abkehr vom gesunden Menschenverstand, vom rechten Maß.
Aber wie Deutschen haben ja reichlich Erfahrung damit, geistesgestörten Demagogen hinterherzulaufen - egal, ob sie sich nun "Hitler", "Benedict XVI" oder "Imam sonstwie" nennen - wir werden wie üblich blind ins Verderben rennen.
Mittwoch, 30. September 2009
Asoziales Verhalten nicht dulden!
In Großbritannien kocht gerade ein ziemlich abscheulicher Fall von fortgesetztem Mobbing hoch, siehe hier bzw. auch hier:
Die Mutter zweier schwerbehinderter Kinder hatte sich über viele Jahre hinweg wiederholt an die Polizei, an das Sozialamt und sogar an den örtlichen Abgeordneten gewandt, mit der Bitte um Hilfe. Doch nichts geschah. Schließlich zündete sich die Frau samt ihrer Tochter an.
Der britische Premierminister kündigte nun "Maßnahmen gegen asoziales Verhalten" an - was auch immer das sein wird.
Ich meine, asoziales Verhalten kann nicht geduldet werden.
Nicht in Großbritannien.
Aber auch nicht hier in Deutschland.
Ich meine, Menschen, die sich asozial verhalten, sich also mit ihrem Verhalten gegen die Gesellschaft bzw. gegen eindeutig schwächere Mitglieder der Gesellschaft wenden, solche Leute gehören sehr deutlich sanktioniert. Das kann von der Kürzung der Hartz-IV-Bezüge oder dem Ableisten von Sozialstunden bis hin zur sofortigen Abschiebung gehen, je nachdem, welche Möglichkeiten für das konkrete Subjekt zur Verfügung stehen.
Und ganz ehrlich: wir müssen endlich aufhören mit dieser verblödeten Ei-ei-guttschi-Kuschelpädagogik. Wenn es hier und heute nicht gelingt, Kindern und Jugendlichen das Ideal einer Gemeinschaft zu vermitteln, in der jeder seinen Wert hat, werden wir bald noch viel mehr totgeprügelte Bürger haben.
Freitag, 25. September 2009
Kernreaktorfernüberwachung
Die Kernreaktorfernüberwachung (KFÜ) des Landes Schleswig-Holstein ist eine Einrichtung, die bereits seit 1981 eine kontinuierliche Überwachung der kerntechnischen Anlagen im Land sicherstellt.
Zum Beispiel laufen dort permanent Meßwerte von diversen Strahlungssensoren im Umfeld von Kernkraftwerken ein, ebenso wird automatisiert in die KFÜ gemeldet, wenn sich ein Kraftwerk selbst abschaltet.
So eine Reaktor-Schnell-Abschaltung hat es ja im Kraftwerk Krümmel am 4. Juli gegeben - bei der "Generalüberholung" der Transformatoren waren ja kleine Metallspäne in die Rohrleitungen gelangt und hatten die Brennstäbe beschädigt. Die Kraftwerks-Elektronik hat das bemerkt und sozusagen das Not-Aus-Programm gestartet.
Das zeigt uns:
Kernkraftwerke sind sicher.
Wenn was schiefläuft schalten sie sich selbst ab.
Man mag sich fragen, warum denn niemand diese Metallspäne vorher entfernt hat. Nun ja, offenbar passierte dort nach dem Brand ein Jahr zuvor vieles unter hohem Zeitdruck. Und unter Zeitdruck passieren die meisten Fehler.
Das zeigt uns:
Kernkraftwerke sind sicher.
Menschen und ihre Profitgier machen sie unsicher.
Die Meldung über die Schnellabschaltung wurde übrigens auch in der KFÜ in Kiel registriert. Jedenfalls elektronisch. Leider hat dies dort niemand zur Kenntnis genommen, weil der Störfall außerhalb der Dienstzeiten passierte. Pech eben, aber "Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an."
Das zeigt uns:
Kernkraftwerke sind sicher.
Menschen und ihre Profitgier machen sie unsicher.
Der Staat ist aufgrund von Geiz nicht in der Lage, uns zu schützen.
Man muß allerdings - ehrlicherweise - zugestehen, daß bei wichtigeren Ereignissen wie dem Austritt von Radioaktivität ein Mitarbeiter der KFÜ informiert wird. Die haben eine 24-Stunden-Rufbereitschaft an 7 Tagen die Woche.
Insofern können wir also ganz beruhigt sein: Wenn's zu spät ist, wenigstens dann kriegt es jemand mit - bei der Gelegenheit empfehle ich, mal auf die Unfallpyramide nach Skiba zu schauen und darüber nachzudenken, in welcher Ebene wir uns mit dieser KFÜ-Story wohl befinden...
Mittwoch, 23. September 2009
Ich habe Angst!
Gestern schlenderte ich über den Hamburger Hauptbahnhof und lief dabei mehreren Streifen der Bundespolizei über den Weg. Immer zu zweit, mit schußsicherer Weste, einer von beiden mit umgehängter Maschinenpistole. Junge Männer, fast noch Kinder, aber mit martialisch wirkender Statur und grimmigem Blick.
Abschreckend soll das wirken auf die Terroristen - und dem Bürger ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Also, ich persönlich glaube ja, daß es genau andersrum ist: die Terroristen können angesichts dieser ungezielten Präsenzerhöhung sicher sein, daß die deutschen Behörden nichts Genaues wissen. Und ich als Bürger habe Angst, daß plötzlich ein Kind hinter so einem MP-Mann eine Brötchentüte zerknallt, worauf er dann wild um sich ballert.
Ich muß zugeben, die islamistischen Vollpfosten haben ihr Ziel erreicht, denn: ich habe Angst.
Montag, 21. September 2009
Neues vom Jugendamt...
Jugendämter sind ja die Behörden, die in Deutschland für das Verhungernlassen von Kindern zuständig sind. Die dort tätigen Mitarbeiter haben meist ein Studium der Sozialpädagogik absolviert, was sie befähigt, anderen Menschen soziales Verhalten beizubringen.
Soziales Verhalten jedoch lernt man am besten dadurch, daß einem Vertrauen entgegengebracht wird und man die Zeit bekommt, sich positives Verhalten bei anderen abzugucken*.
Nun gab es gestern Abend in Hamburg-Billstedt einen Familienstreit, zu dem die Polizei gerufen wurde. Diese fand in der Wohnung unter anderem ein verdrecktes, verängstigtes Kind vor - die Beamten verständigten sofort das Jugendamt. Im Prinzip eine richtige Entscheidung, wenn eben das Jugendamt nicht das Jugendamt wäre...
Die Mitarbeiterin des Jugendamtes entschied sich, die Mutter und das Kind mitzunehmen und anderweitig unterzubringen. Was irgendwie auch logisch sinnvoll erscheint.
Die Mitarbeiterin des Jugendamtes entschied sich außerdem, den Kameramann des anwesenden Reporterteams tätlich anzugreifen. Soviel dann also zur Vorbildfunktion von Sozialpädagogen. Aber eben typisch Jugendamt.
*: Das alles braucht leider viel Zeit - bis die Maßnahmen der Jugendamts-Sozialpädagogen greifen, sind die Kinder eben manchmal bereits verhungert oder wurden totgeschlagen.
Freitag, 18. September 2009
Mit den Vornamen...
...ist es ja so eine Sache. Wer erinnert sich nicht an die Rabauken aus der Grundschule, die irgendwie immer die gleichen Vornamen hatten, oder an die selbsternannten Schönheiten mit Zickzickfaktor - die hiessen doch auch irgendwie alle gleich, oder?
Also, wenn ich an meine Schulkameraden von damals denke, denn habe ich sehr konkrete Vorstellungen: Stephan's waren die typischen Clowns, Oliver's waren still und grau, aber ziemlich clever, und wer Andreas hieß, war mit Vorsicht zu geniessen. Bei den Mädels ebenso: Britta's waren die Oberstreberinnen, Nathalie's die Vollzicken und Claudia's hatten die Schüchternheit mit Löffeln gefressen.
Ein Bericht auf Spiegel-Online hat mich in der Erkenntnis verstärkt, daß Vornamen irgendwie doch was mit Charaktereigenschaften zu tun haben: Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose - allein als ich die Überschrift las, hat's mich vor Lachen fast vom Stuhl gehauen.
Tatsächlich hat die Arbeitsstelle für Kinderforschung an der Universität Oldenburg in einer Studie herausgefunden: "Als eher freundlicher, leistungsstärker und verhaltensunauffällig stellen sich Kinder mit Vornamen wie Charlotte, Sophie, Marie, Hannah, Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob im Bewusstsein von Lehrern dar, während Namen wie Chantal, Mandy, Angelina, Kevin, Justin oder Maurice eher mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit assoziiert werden."
Wen wundert das?
Ich glaube fest an folgende Kausalkette*:
- Eltern in bildungsferneren Schichten neigen eher dazu, sich bei der Namenswahl an der Yellow Press zu orientieren: Kevin (allein zu Haus), Angelina (Jolie), Justin (Timberlake) - vermutlich glauben die, daß ihre Kinder mit solchen Vornamen dann auch so erfolgreich werden wie die Vorbilder aus Musik & Film...
- Eltern in bildungsferneren Schichten neigen eher dazu, unausgeglichene, aggressive, nervige Kinder zu haben, weil sie meist nicht in der Lage sind, sich sinnvoll um ihre Kinder zu kümmern. Fernseher, XBox und Gameboy ersetzen Bücher und Museumsbesuch, was will man da erwarten?
- In Kombination ergibt das: Kinder aus bildungsferneren Familien tragen sowohl ein erhöhtes Risiko, zu Streßkindern (un)erzogen zu werden, als auch die passenden Vornamen.
- Und (Gegenprobe) das funktioniert auch andersrum: besonders ehrgeizige Eltern, die ihre Kinder an zwölf Tagen die Woche zum Klavier-, Flöten-, Geigenunterricht, Theater und Jazzgymnastik schicken, suchen sich ebenfalls entsprechende Namen aus, die dann möglichst "modern-traditionell" sind - so kommt es dann zu Charlotte oder Lukas.
*das ist natürlich alles klischeehaft vereinfacht - selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen.
PS: Ein Gericht in Berlin hat nun letztinstanzlich entschieden, daß der muslimische Vorname "Djehad" zulässig ist und eingetragen werden muß. Ja klar habe "Djehad" auch die Bedeutung von "Heiliger Krieg", aber das sei nicht als Nachteil für das Kind zu werten. Aus dem eher deutschen Sprachraum sind übrigens auch "Pumuckel" oder "Fanta" zulässig (bestimmt auch ohne jeden Nachteil für die Kinder...), "Borussia" und "Tom Tom" hingegen nicht. Naja, ich bin ja auch irgendwie froh, daß ich im echten Leben nicht Fischkopp heiße. ;-)
Donnerstag, 17. September 2009
Spacken aller Länder, vereinigt euch !
Heute kann ich mich partout nicht entscheiden, welche Nachricht mich weiter rauf auf die Palme bringt:
Da ist zunächst mal der Mord an Dominik Brunner in München und die dadurch wieder mal losgetretene Diskussion um die Verschärfung des (Jugend-)Strafrechts. Ja, ich bin in solchen Fragen eher ein Law-and-Order-Typ. Ich lehne Kuschelpädagogik als untaugliches Mittel ab, wenn es um die Bestrafung jugendlicher Intensivtäter geht. Aber dazu gelegentlich ein eigener Post.
Wenn aber nun kalt lächelnd gefragt wird, ob denn eine Strafandrohung von 15 statt 10 Jahren für Mord (Jugendstrafrecht) diese Tat verhindert hätte, muß man sagen: wohl nicht. Aber eine klarere Linie des Staates gegenüber (jugendlichen) Straftätern bereits in den vergangenen Jahren hätte diese beiden Spacken vielleicht doch anders ausrichten können. Denn strafrechtlich auffällig waren beide schon seit Jahren.
Außerdem wird heute berichtet, daß die Notrufsäule am Bahnhof Solln nicht funktioniert. Was übrigens bekannt war, und zwar seit fünf Jahren! Deutsche Bahn und ein privates Bahnunternehmen streiten nun darüber, warum das so ist. Das Privatunternehmen war verpflichtet, die Notrufsäule aufzustellen (hat man auch getan) und zu betreiben. Das jedoch hat man nicht getan. Und warum? "Wegen technischer Probleme und weil sich die DB in Vertragsverhandlungen so ´unfreundlich´ gezeigt habe, sei die Säule vor etwa fünf Jahren zwar angeschlossen, aber nicht eingeschaltet worden" erläutert der Chef der Privatbahn.
Äääh... dazu fällt mir jetzt nichts mehr ein.
Die andere Nachricht heute betrifft - wen wundert's - nochmal die Schanze. Da hat sich nämlich jetzt der "Sprecher des Schanzenfests", ein gewisser Andreas Blechschmidt, zu Wort gemeldet und gesagt: "Gewalt als politisches Mittel schließe ich nicht aus". Und zum Angriff auf die Polizeiwache meint er: "Die Wache ist ein Symbol für das Konzept von Innensenator Ahlhaus, 2300 Polizisten zum Schanzenfest bereitzustellen."
Ja bravo! Der Typ lebt doch in einem anderen Universum. Erstens mal: Gewalt als politisches Mittel gegen WAS? Gegen den Staat, der diesen links-chaotisierten Fatzkes ihre Stütze schenkt? Und zweitens: die Vergangenheit hat doch mehr als deutlich gezeigt, daß extrem starke Polizeikräfte erforderlich sind, um die Ausschreitungen halbwegs im Zaum zu halten. Was will er denn? Daß die Stadt und ihre Bürger tatenlos zuschauen, wie ihr Lebensraum zertrümmert wird?
Ich glaube, es wird Zeit, daß im Schanzenviertel endlich richtig aufgeräumt wird. Beim nächsten Mal gleich die ganze Flora abfackeln, jeden potentiellen Gewalttäter "aus Versehen" mit dem Wasserwerfer überfahren und seine Reste in den Gully spülen. Das wäre doch nichts anderes als "Gewalt als politisches Mittel", und das ist laut dieser Krankhirne ja in Ordnung.
Mittwoch, 16. September 2009
Zugang legen "zum üben"?
Vor ein paar Tagen wurden wir mit dem RTW zu einem anderen RTW alarmiert, um dessen Patienten zu übernehmen. Die Kollegen hatten das Pech, daß ihr fast neuer Sprinter nach dem Einladen nicht mehr anspringen wollte. Kann passieren. War auch nicht wirklich dramatisch, weil der Patient lediglich zur Bestrahlung ins Krankenhaus gefahren werden sollte - Lebensgefahr bestand also nicht.
Umso überraschter waren wir, als wir den älteren Herrn zwar insgesamt guter Dinge, aber doch mit ligendem Venenzugang samt von der Decke baumelnder Infusion vorfanden. Ich bat den Kollegen vom ersten Fahrzeug kurz nach draussen und fragte, was denn das sollte. Und seine Antwort war: "Wir müssen schließlich in Übung bleiben, also bekommt bei uns jeder Patient einen Zugang."
Ich habe mir die Ausführungen über ungerechtfertigte vorsätzliche Körperverletzungen gespart - in dem Augenblick war ich aus tiefstem Herzen überzeugt, daß jedes einzelne Wort darüber pure Verschwendung wäre. Ehrlich gesagt war ich auch ziemlich perplex, denn einfach nur so zum üben jedem Patienten ein Stück Stahl in den Körper zu rammen... Ich halte das für unglaublich unprofessionell.
Andererseits stieß ich dann heute auf diesen Bericht bei n-tv.de und überlege, ob es nicht manchmal doch hilfreich wäre, etwas mehr zu üben. Nur bitte konsequent: nicht immer nur Vene-peripher-simpel, sondern auch mal was zentrales, mal 'ne Arterie oder wenigstens eine Venae sectio! Zumindest letztere hätte in Ohio sicher weitergeholfen.
Dienstag, 15. September 2009
Nochmal Schanze
Da fällt mir direkt ein Ei aus der Hose - heute lese ich von einem Interview mit dem Schanzenbewohner Holger Halfmann (43), der sich doch tatsächlich erdreistet, der Polizei die Schuld an den Ausschreitungen zu geben.
Klar wurde die Polizeiwache von den Spaß-Randalierern angegriffen, aber nach Ansicht von Holger Halfmann hätten sich die Beamten weiterhin zurückhalten sollen, dann wäre alles friedlich geblieben.
Ja nee, is klar. Ein Chaoten-Mob beginnt in Deutschland, eine Polizeistation zu zerlegen, und die Polizei soll tatenlos zuschauen - WO SIND WIR DENN!?!?!?
Aber im weiteren Verlauf belegt Holger Halfmann ja doch sehr deutlich, wes Geistes Kind er ist: Denn das, sagt Holger Halfmann und meint damit den Angriff auf die Polizeiwache, sei seiner Meinung nach eigentlich "gar keine schlechte Aktion gewesen. War aber der falsche Tag."