Da fällt mir direkt ein Ei aus der Hose - heute lese ich von einem Interview mit dem Schanzenbewohner Holger Halfmann (43), der sich doch tatsächlich erdreistet, der Polizei die Schuld an den Ausschreitungen zu geben.
Klar wurde die Polizeiwache von den Spaß-Randalierern angegriffen, aber nach Ansicht von Holger Halfmann hätten sich die Beamten weiterhin zurückhalten sollen, dann wäre alles friedlich geblieben.
Ja nee, is klar. Ein Chaoten-Mob beginnt in Deutschland, eine Polizeistation zu zerlegen, und die Polizei soll tatenlos zuschauen - WO SIND WIR DENN!?!?!?
Aber im weiteren Verlauf belegt Holger Halfmann ja doch sehr deutlich, wes Geistes Kind er ist: Denn das, sagt Holger Halfmann und meint damit den Angriff auf die Polizeiwache, sei seiner Meinung nach eigentlich "gar keine schlechte Aktion gewesen. War aber der falsche Tag."
Dienstag, 15. September 2009
Nochmal Schanze
Montag, 14. September 2009
...und später wurde es dann doch noch ein gewaltiges Fest!
Die Schanzenfeste der letzten Jahre waren, man möchte fast sagen: traditionell, stets von gewalttätigen Ausschreitungen übelster Art überschattet. So auch am vergangenen Wochenende, obwohl sich die Polizei da sehr beeindruckend zurückgehalten hatte. Während in den letzten Jahren immer mal ein, zwei Polizeistreifen zu Fuß über die Veranstaltung schlenderten und Präsenz zeigten, war diesmal nicht ein einziger Cop zu sehen, den ganzen Nachmittag und Abend nicht.
Bis dann etwa 150 Krawallmacher dieses aggressive Nichtprovoziertwerden einfach satt hatten. Die meisten waren ja extra nach Hamburg angereist, um was zu erleben. Also wurde kurzerhand eine Polizeistation angegriffen, damit man endlich die ersehnte Straßenschlacht feiern konnte, und ab ging die Post.
Ich finde, dieses Gesindel sollte man zu jeweils 2 Jahren Arbeitslager verurteilen, Wiederholungstäter kriegen immer jeweils die doppelte Zeit als bei der vorigen Verurteilung und eine Verjährung gibt es nicht.
Ich bin sicher, daß das abschrecken würde - vorausgesetzt, es ist wirklich Arbeitslager und nicht der deutsche Standardknast mit Sat-TV und Zimmerservice.
Freitag, 11. September 2009
Eine stille Minute voller Gedanken
Ich gedenke heute all der vor acht Jahren durch blinden Religionsfanatismus getöteten Menschen, insbesondere all jener, die in Ausführung ihrer Pflicht als Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Feuerwehr oder Polizei ihr Leben verloren.
Ich denke an die Angehörigen, die seit acht Jahren trauern.
Ich denke an die Kinder, die seit acht Jahren ihren Vater und/oder ihre Mutter vermissen, und an die Männer und Frauen, die seit acht Jahren auf ihren Lebenspartner warten und doch wissen, daß es ein Wiedersehen nicht geben wird.
Aber ich denke auch an all die anderen Menschen, die im Lauf der Jahrtausende religiösen Eiferern zum Opfer gefallen sind:
Ich denke an Urwaldstämme in Afrika oder Amerika, die sich der Zwangsmissionierung und Christianisierung widersetzten und ausgerottet wurden.
Ich denke an Mädchen und Frauen, vor allem in Afrika, die beschnitten - d.h. verstümmelt - werden, weil dies angeblich einem Gott gefalle.
Ich denke an die vielen Menschen, die sich mit dem HIV-Virus infizieren, weil ein religöser Fanatiker im Vatikan Kondome als Teufelszeug verachtet.
Daß ich selbst ein strenggläubiger Atheist bin, fest davon überzeugt, daß es keinen Gott gibt, den man anbeten müsste, habe ich schon mehrfach deutlich gemacht. Ich wiederhole es hier und heute, weil ich glaube, daß Religion die Wurzel von viel zu viel Übel auf dieser Welt ist.
Religion und Glaube mögen zwar vielen eine Stütze in ihrem Leben sein, etwas, woran sie sich in schweren Stunden festklammern können, aber Religion und Glaube sind auch die Instrumente der Machtergreifung und der Machtsicherung. Sie dienten schon immer und dienen auch heute noch der Unterdrückung, der Ausbeutung, der Rechtfertigung von Tod und Verderben.
Sollte es entgegen meiner festen Überzeugung doch sowas wie einen Gott geben, dann hätte er entweder jämmerlich versagt, oder er würde sich wohl daran erfreuen, wie wir Menschen uns um seinetwillen zerfleischen.
In beiden Fällen aber sehe ich keinen Grund, ihn dafür anzubeten.
Montag, 7. September 2009
Gaffen allein hilft nicht.
Duisburg. Wohnungsbrand.
- Vier Menschen tot. Darunter drei Kinder.
- Die Feuerwehr kam angeblich viel zu spät.
- Gaffer behinderten die Rettungsarbeiten.
Möglicherweise sind drei Kinder gestorben, weil Gaffer und Falschparker die Feuerwehr behindert haben - wem kommt denn bei diesem Gedanken nicht sofort die Galle hoch? Wer wäre denn nicht der Meinung, daß Gaffer, die noch dazu im Weg stehen, zu 40 Sozialstunden verurteilt gehören?
Also, ich persönlich denke, wenn da jemand sich nicht mehr selbst helfen kann, dann müssen andere ihm helfen. Und wer sich dem in den Weg stellt, ist böse.
Damals, als das deutsche Volk sich nicht selbst vom faschistischen Drachen lösen konnte, haben die Alliierten eingegriffen und die Lage für uns alle geklärt. Das Ergebnis ist ein inzwischen fast 65jähriger Friede - so lange wars in Europa noch nie friedlich.
In Somalia jedoch ist der Staat nach und nach zusammengebrochen, Anarchie entfaltete sich. Niemand griff ein, weil Somalia weltpolitisch unbedeutend war und auch nicht viele Bodenschätze hat. Heute haben wir dort ein Piratenproblem, das - ich prophezeie es - in einer schier unfassbaren Umweltzerstörung durch gesprengte Supertanker enden wird.
Hätte die Weltgemeinschaft vor 15 Jahren auf Somalia aufgepasst - statt nur zu gaffen - dann hätten wir heute ein großes Problem weniger - ist hier noch jemand mit mir einer Meinung?
Nun denn, vorerst letzter Akt: die Bundeswehr steht in Afghanistan und versucht, den Staat gegen ein paar verblendete Faschisten in Gestalt der Taliban zu stabilisieren. Ich halte das für absolut richtig und notwendig, und die paar Afghanen, die ich kenne, finden das auch klasse.
Rhijada zum Beispiel hat nämlich keinen Bock darauf, wieder ausgepeitscht zu werden, weil sie beim Lesen eines Buches erwischt wird. Kann ich irgendwie verstehen. Und die Weltgemeinschaft hat sicherlich auch keine Lust, einen zweiten 9/11 zu erleben.
Deswegen ist der Einsatz in Afghanistan nötig, und zwar so lange, bis das afghanische Volk befreit ist und sein Land wieder selbst beherrschen kann.
Und wer dagegen ist, der ist wie ein Gaffer, der zuschauen, aber nicht helfen will. Verachtenswürdig.
Freitag, 4. September 2009
Mittwoch, 2. September 2009
Heute ein Gruß...
...an Charles Robert Darwin.
Warum? Ganz einfach:
Bremen. Ein 20-Jähriger aus Lemwerder hat sich selbst versehentlich in die Genitalien geschossen - jetzt wird gegen ihn ermittelt. Bundespolizisten stellten die Waffe und das Magazin sicher.
Der Mann war mit seiner Freundin mit dem Regionalzug unterwegs. Er steckte sich die Gaspistole in seinen Hosenbund. Dabei löste sich ein Schuss und traf den jungen Mann im Genitalbereich.
Zuvor hatte der Mann aus Lemförde die Gaspistole in Bremen gekauft. Er hatte probehalber in die Luft geschossen, danach das Magazin entnommen. Dann ist er mit seiner Freundin in die Regionalbahn gestiegen. Er glaubte, dass der Lauf der Pistole leer sei und steckte sie in seinen Hosenbund. Dabei löste sich ein Schuss. Dieser traf den Mann in seinen Hodensack. Der Verletzte schrie und hämmerte an die Tür vom Triebwagen. Die Zugbegleiterin alarmierte sofort Rettungskräfte und die Polizei.
Der Rettungswagen brachte den Mann in ein Krankenhaus. Die Polizei vernahm den 20-Jährigen dort zum Tathergang. Die Bundespolizei stellte die Waffe und das Magazin sicher. Sie ermittelt wegen illegalen Erwerbens, Besitzens und Führens einer Schusswaffe.
Quelle: Abendblatt

